Tom Strala

(geb. 1974)
Von Beginn an war das Experimentieren essentiell. Ganz im Gegensatz zum heutigen Design, das sich als Konsumgut stark macht, drückt Tom Strala mit seinen Objekten Freiheit aus. Das Erschaffen als wichtiger Teil des Prozesses gibt dem Werk die heute verloren gegangene Unmittelbarkeit zurück. Die Objekte verkörpern Schlachtfelder, wo sich Lust, Kraft, Zerbrechlichkeit, Banalität oder Monumentalität gegenüberstehen.

Publikation

Werk I 2001-2016
Wenn wir von „dazwischen“ sprechen, benutzen wir Ausdrücke wie, „zwischen Hammer und Amboss“, „weder Fisch noch Vogel“ oder „zwischen Stuhl und Bank“. Im „Dazwischen“ fühlen wir uns von zwei Seiten bedrängt, verurteilen es wegen seiner vermeintlichen Unentschlossenheit oder wir verlieren darin den Halt. Vor mehr als zehn Jahren hat Tom Strala seine eigene Perspektive entworfen, die ein Urpotential in diesem Zwischending erkennt. Dieses Niemandsland, das Unbehagen auslöst und wegen seiner Inkonsequenz gemieden wird, entpuppt sich als Tor in ein reichhaltiges Universum. Auf dieser Reise begegnete er der schönen Hässlichkeit, der flexiblen Starrheit, dem bewegten Stillstand, dem inszenierten Unsichtbaren oder dem pervertierten Pragmatismus. Seine Objekte sind weder schwarz noch weiss. Vielleicht Vexierbilder oder Bastarde, immer Abbilder von Vorstellungen, die intuitiv sich vor einer banalisierenden Klärung schützen.

28 Seiten, auf Deutsch, mit Abbildungen der Objekte und Ideenbeschrieb, kostenlos, nur als Pdf erhältlich. ( > hier downloaden)

Publikation

Tom Strala I Techne
Der griechische Begriff τέχνη (téchne) beinhaltet die komplette Einheit von Kunst, Verstehen und Handwerk. Dies ist dem heutigen Industriedesigner fern, da er sich auf das Entwerfen beschränkt und die Herstellung den Manufakturen überlässt. Die Beziehung zu seinem Werk bleibt wie jene zu einem Produkt- eher abstrakt. Dem entgegen lebt der Möbelkünstler Tom Strala téchne und sucht die intensivst mögliche Konfrontation mit seinem Werk. Er erschafft es selbst. So wird er zu seinem Werk und das Werk zu ihm. Der Künstler Tom Strala überträgt so die eigene Willenskraft und nährt das Objekt mit seinem eigenen Ich. Diese Arbeitsweise gibt den Objekten jene Tiefe, welche seine Sammler so schätzen.
Dieses Fotobuch dokumentiert das Erschaffen des Objekts „Bartok“ und eine kreative Intensität, die es so selten gibt.

Herausgeber: P! Galerie, Fotoarbeit, 48 Seiten, auf Englisch/ Deutsch, mit 47 Polaroidabzügen, erscheint 2017, ca. 48 Eur, von Tom Strala unterschriebene, limitierte Auflage 400 Eur.

Publikation

Radikalität des Banalen
Tom Strala vs. Pierre Jeanneret. Eine Gegenüberstellung zweier Künstlern. Ihre archetypischen Werke zeigen die Suche nach dem Grundlegenden. Als zeitlose Artefakte ignorieren sie Trends und schnelllebige Effekthaschereien. Sie lieben die Radikalität des Nackten und entlocken dem Rohen und Banalen eine unbemerkte Tiefe. Fern von manieristischen Spielereien werden die Möbelobjekte zu Abbildern von Weltvorstellungen und existentiellen Empfindungen. Hier wird Design zu Kunst, wo nicht Dienstleistungsästhetik entsteht und sich die Werke auch nicht hinter intellektualistischer Rhetorik verstecken.

Herausgeber: P! Galerie, Fotoarbeit, 44 Seiten, auf Englisch/ Deutsch, mit 26 Fotografien und 3 Texten, erscheint 2017, ca. 32 Eur.

Presseberichte

Designlexikon since 08/09
New York Times 08/06/2011
Financial Times 19/04/15
NZZ 12/08, 10/10, 3/11/12, 16/12/12
AD (Architectural Digest) 03/13, 03/14
Icon 10/15
My Art Guide 11/14
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Ausstellungen

Art Basel / Design Miami, Miami USA 2014
ICFF, New York, USA 2011
The NWBLK, San Francisco, USA 2013
19th Greekstreet, Londen, UK 2015
Fog, San Francisco, USA 2014/2015
Instituto Svizzero di Milano, Italy 2014
Dizajn-Park, Belgrad Serbien 2014
Brand New World, Salone del Mobile Milano, Italy 2015
Radicality of Banality, Pierre Jeanneret vs Tom Strala, Zürich, Schweiz 2016
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Auszeichnungen

Erich Degen Stiftung, 2001
European Luminary of the Year, 2006
AD, die besten 500 Möbel, 2013
Yatzer, Best of Milano Design Week, für Bartok, 2015
Yatzer, Best of Milano Design Week, für Frankenstein Chair, 2015
Dizajn-Park, 2014
Jurypräsident, Innovation and Design Award, IDA 2007
Jury, Art Zepter, 2013
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Referate

HSG Alumni, Kongresszentrum Davos, Schweiz
ETH, Zürich, Schweiz
CCA, Workshop, San Francisco, USA
Miami Ironside, Miami, USA
Design Week Belgrad, Belgrad, Serbien
FHNW, Basel, Schweiz
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