TS-I_01 2017-2020

Einbauten

Limitierte Stückzahl: Kirchdorf, Schweiz

Architekturbüro Seefeld

Architekturbüro Enge

Architekturbüro Stauffacher

Architekturbüro Escher Wyss

Architekturbüro Zürich

Architekturbüro Wedikon

TS-I_01 2017-2020

Einbauten

Limitierte Stückzahl: Kirchdorf, Schweiz

Wenn wir von Make-up sprechen, dann sprechen wir eigentlich von der Haut. Dem Träger des Makeups. Durch das Make-up wird die Schönheit der Haut einfach verändert. Doch die Haut selbst bleibt was sie ist. Und sie ist viel mehr als nur eine Gradierung unseres persönlichen Schönheitsbewusstseins. Die Haut atmet. Die Sonne verändert sie in ihrer Farbe. Sie hält unsere Organe zusammen.

Es existiert aber auch ein erweiterter Begriff von der Haut. Einer der weniger die Schönheit oder die funktionalen Qualitäten hervorhebt. Es  kann uns etwas sprichwörtlich unter die Haut gehen. Und manchmal entkommen wir sogar unserer Haut als Gefäss. Oder wie es Christian Friedrich Hebel ausdrückte: „Der Traum ist der beste Beweis dafür, dass wir nicht so fest in unserer Haut eingeschlossen sind, als es scheint.“ Wenn wir uns mit einem Haus auseinandersetzen, beschäftigen wir uns zwangsläufig mit einem Gefäss für den Menschen. Ähnlich der Haut für unseren Körper. Diesen können wir uns z.B. als schönes Kleid, Panzer, semimpermeable Membran, funktionale Maschine, Identität, Zufluchtsort oder als metaphysische Umhüllung vorstellen. Die Frage nach dem „wie ist unsere Haut“, hält viele Interpretationen und Gesichtspunkte bereit. Deshalb glaube ich, ist es so sinnvoll, in einer sich homogenisierenden Welt, mit baulichen Standardlösungen, Bauvorschriften und verschiedensten Gremien, deren Meinungen und Ziele man möglichst gleichberechtigt erfüllen sollte, hinter das Makeup zu schauen. Ansonsten gehen unsere Häuser im Flachlandpluralismus  unter, wo es nur noch darum geht, ein schönes Mäntelchen für einen bedeutungslosen Unsinn zu finden.